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Gedenkbuch für die Ulmer Opfer von NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie"-Morden.

„... aber ich hoffe, dass ich nicht verloren bin"

Titelblatt Gedenkbuch für die Opfer von Zwangssterilisationen und "Euthanasie"-Morden

© Stadtarchiv Ulm

Vor 80 Jahren begann die systematische und industrielle Ermordung von psychisch kranken oder behinderten Menschen im nationalsozialistischen Deutschland. Ihr Leben wurde als „lebensunwert" bezeichnet, ihre Ermordung hieß verschleiernd ,,Euthanasie". Sie starben in Gaskammern von Tötungsanstalten wie Grafeneck. Sie starben durch Exekutionskommandos, durch geplanten Hunger und Gift. Am Ende waren es über 270.000 Menschen. Auch mindestens 183 Ulmerinnen und Ulmer fielen den „Euthanasie"-Morden zum Opfer.

1.155 Menschen aus Ulm und Region wurden zwischen 1934 und 1944 gegen ihren Willen sterilisiert. Sie galten wegen einer als erblich betrachteten Krankheit, Behinderung oder weil sie von der sozialen Norm abwichen als nicht „fortpflanzungswürdig".

Das vom Stadtarchiv Ulm und dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg herausgegebene Gedenkbuch beschreibt auf der Grundlage umfangreicher Recherchen die historischen Hintergründe von NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie"-Morden. Ziel ist es, die Opfer durch Nennung ihrer Namen und die Rekonstruktion ihrer Lebensgeschichten in das kollektive Gedächtnis der Stadt Ulm zurückzuholen.

Das Buch ist zum Preis von 26,80 EUR ab 30. Januar 2020 im Stadtarchiv, im Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg und im Buchhandel erhältlich.