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Neue Veröffentlichungen und Wechselausstellungen

Ausstellung „200 Jahre Auswanderung von Deutschen in den Kaukasus“ vom 9. September bis 31. Oktober 2019 im Gewölbesaal des Ulmer "Hauses der Stadtgeschichte" (Schwörhaus, Weinhof 12, Erdgeschoss)

Zweisprachige Beschilderung des Schulzenamts in der deutschen Auswanderersiedlung Katharinenfeld in Georgien, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.

© Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

Zweisprachige Beschilderung des Schulzenamts in der deutschen Auswanderersiedlung Katharinenfeld in Georgien, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.

Titelblatt der Veröffentlichung von Petershagen Kleine Stadtgeschichte

© Pustet Verlag

Ulm und Neu-Ulm sind ein Stadtgebilde, durchzogen von der Donau, vereint in einem Festungsring des 19. Jahrhunderts. Aber dieses Gebilde liegt in zwei verschiedenen Bundesländern, es besteht heute aus zwei eigenständigen Städten. Das war nicht immer so: Das Territorium der Freien Reichsstadt Ulm fiel 1802 an Bayern und wurde 1810 geteilt. Das Gebiet rechts der Donau blieb bayerisch, das links davon wurde württembergisch. Als Ulm im 19. Jahrhundert über seine mittelalterlichen Grenzen hinauswuchs, wurde auch das bayerische Ufer systematisch besiedelt: Neu-Ulm entstand als eigene Gemeinde und wurde 1869 zur Stadt erhoben, die ebenfalls ihre eigene Geschichte schrieb. Dieser Band bietet eine Zusammenschau der Geschichte der beiden Städte. Er soll dazu beitragen, die Doppelstadt, ihre Struktur, ihre Merkmale und vielleicht auch die Mentalität ihrer Bewohner zu begreifen.

Herausgeber: Stadtarchiv Ulm. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg. 197 Seiten mit 35 z. T. farbigen Abbildungen. Preis 14,95 €. Das Buch ist vom 18. März 2019 an im Buchhandel erhältlich.

Zum Autor:

Wolf-Henning Petershagen, in Ulm geboren, in Neu-Ulm aufgewachsen, ist gelernter Historiker, promovierter Kulturwissenschaftler und Journalist.  

Logo Reformationsjubiläum

Der Band enthält die Beiträge der am 18./19. Mai 2017 änlässlich des Reformationsjubiläums in Ulm veranstalteten Tagung, die sich mit der Reformationsgeschichte der Reichsstadt als einer exemplarischen und zugleich in ihrer Vielstimmigkeit herausragenden Reformation des Südwestens beschäftigte. Im Fokus steht die theologisch-frömmigkeitliche Vielstimmigkeit, die in den Jahren 1531-1548 das Geschehen kennzeichnete: Mehrere Beiträge thematisieren die diversen – lutherischen, zwinglianischen, oberdeutschen, täuferischen und spiritualistischen –  reformatorischen Strömungen. Neben dem Blick auf die Situation der Altgläubigen markieren die anschließenden Städteportraits zu Straßburg, Basel und Augsburg den kulturellen Raum, in dem die Ulmer Reformation zu verorten ist.

Die Herausgeber
Dr. Gudrun Litz ist Wissenschaftliche Angestellte am Haus der Stadtgeschichte – Stadtarchiv Ulm. Pfarrerin Dr. Susanne Schenk  versieht z. Zt. einen Dienstauftrag der Ev. Landeskirche in Württemberg zur reformationsgeschichtlichen Forschung in Ulm. Prof. Dr. Volker Leppin lehrt Kirchengeschichte an der Universtität Tübingen und ist Direktor des Instituts für Spätmittelalter und Reformation der Ev.-Theol. Fakultät.

Käuferkreise, Zielgruppen
HistorikerInnen, TheologInnen, KirchenhistorikerInnen, an südwestdeutscher Landes- und Kirchengeschichte Interessierte.

Der Tagungsband ist als Band 16 der Reihe „Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, Reihe Dokumentation" des Stadtarchivs Ulm erschienen.

Veröffentlichung Bergmann: Das Novemberpogrom in Ulm

Der Autor Ingo Bergmann verbindet in der Publikation die Wiedergabe aussagekräftiger Quellen mit einer historischen Kontextsetzung, die weit vor dem Nationalsozialismus einsetzt und bis in die Gegenwart reicht. Hintergrundinformationen werden mit Schlüsseldokumenten und Zeitzeugenaussagen präsentiert. Zahlreiche unbekannte Fotos, Akten und Erinnerungen aus internationalen Archiven wurden zusammengetragen.
Dieses Buch ist jenen Jüdinnen und Juden gewidmet, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus der Ulmer Stadtgesellschaft ausgeschlossen, verhöhnt, verfolgt und ermordet wurden. Es ist zugleich eine Einladung an alle, sich auf dem Fundament dieser Erinnerung für eine solidarische Stadtgesellschaft heute einzusetzen, in der niemand aufgrund seiner Religion oder Herkunft diskriminiert wird. Nicht zuletzt ist es selbst ein Zeugnis dafür, dass es engagierte Menschen braucht, die die Erinnerung für die Gegenwart wachhalten.

Das im Verlag Klemm + Oelschläger erschienene Buch ist im Buchhandel sowie bei den Herausgebern Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg und Haus der Stadtgeschichte/Stadtarchiv Ulm zum Preis von 16,80 € erhältlich.

Veröffentlichung. Albert Einstein. Biografie eines Nonkonformisten

© Bridgeman Images

Albert Einstein, geboren 1879 in Ulm, war der wohl bekannteste Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Seine Theorien zu Materie, Raum und Zeit revolutionierten die bisherigen Vorstellungen grundlegend. Nun werden sein Werk und Wirken in einer spannenden, gut lesbaren Biografie vorgestellt, die auch den Menschen Albert Einstein und sein Umfeld neu beleuchtet. Ihr Autor, Christof Rieber, zeigt auf, dass seine Herkunft sowie das internationale Beziehungsgeflecht seiner Familie, seiner Freunde und Weggefährten einen wichtigen Faktor im Werdegang Albert Einsteins darstellen. Ein anderer ist Einsteins lebenslanger Nonkonformismus.
Er war Voraussetzung dafür, die Dinge anders anzusehen und oft ganz neu zu denken und entsprechend wissenschaftlich und politisch zu wirken.
Albert Einstein ist als großer Denker und Physiker bekannt. Er war aber auch als Radikaldemokrat politisch richtungsweisend und ein Mensch mit Widersprüchen und dunklen Seiten. Die Beziehung zur Mutter und die Liebesaffäre mit Betty Neumann werden nun erstmals systematisch analysiert. Aufgrund neuer Forschungen gelingt es, die Lebenswege vieler naher Verwandten von Einstein nachzuzeichnen. Die Besuche bei Verwandten in Ulm 1913 und 1923 lassen den Privatmenschen Einstein mit seinen Grundhaltungen anderen gegenüber erkennen. Viele Familienmitglieder und auch Freunde rettete er später durch Bürgschaften und Empfehlungen vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Der Weltbürger Einstein lebte in Europa und den USA. Sein Nonkonformismus spiegelte stets kritisch die ihn umgebende Gesellschaft.

Erhältlich im Buchhandel.

ZUM AUTOR
Dr. Christof Rieber (* 1949), Historiker in Ulm, zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der deutschen Demokratie des 19. und 20. Jahrhunderts von der Revolution von 1848/49 über das Kaiserreich bis 1998.