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Neue Veröffentlichungen und Wechselausstellungen

Verkauf von Sonderstempel und Sondermarken zum 250. Geburtstag von Albrecht Ludwig Berblinger am 24. Juni 2020 im Foyer des Hauses der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm

Fluggerät von Albrecht Ludwig Berblinger, Schneider von Ulm, 1811

© Stadtarchiv Ulm

Fluggerät von Albrecht Ludwig Berblinger, des Schneiders von Ulm, 1811

Titelblatt Gedenkbuch für die Opfer von Zwangssterilisationen und "Euthanasie"-Morden

© Stadtarchiv Ulm

Vor 80 Jahren begann die systematische und industrielle Ermordung von psychisch kranken oder behinderten Menschen im nationalsozialistischen Deutschland. Ihr Leben wurde als „lebensunwert" bezeichnet, ihre Ermordung hieß verschleiernd ,,Euthanasie". Sie starben in Gaskammern von Tötungsanstalten wie Grafeneck. Sie starben durch Exekutionskommandos, durch geplanten Hunger und Gift. Am Ende waren es über 270.000 Menschen. Auch mindestens 183 Ulmerinnen und Ulmer fielen den „Euthanasie"-Morden zum Opfer.

1.155 Menschen aus Ulm und Region wurden zwischen 1934 und 1944 gegen ihren Willen sterilisiert. Sie galten wegen einer als erblich betrachteten Krankheit, Behinderung oder weil sie von der sozialen Norm abwichen als nicht „fortpflanzungswürdig".

Das vom Stadtarchiv Ulm und dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg herausgegebene Gedenkbuch beschreibt auf der Grundlage umfangreicher Recherchen die historischen Hintergründe von NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie"-Morden. Ziel ist es, die Opfer durch Nennung ihrer Namen und die Rekonstruktion ihrer Lebensgeschichten in das kollektive Gedächtnis der Stadt Ulm zurückzuholen.

Das Buch ist zum Preis von 26,80 EUR ab 30. Januar 2020 im Stadtarchiv, im Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg und im Buchhandel erhältlich.

Begleitprogramm zur Errichtung eines Erinnerungszeichens für die Ulmer Opfer von Zwangssterilisationen und „Euthanasie"-Morden (1,16 MB, pdf)

Titelblatt der Veröffentlichung von Rudi Kübler "17. Dezember 1944" Kleine Reihe des Stadtarchivs Band 13

© Stadtarchiv Ulm

Titelblatt der Veröffentlichung von Petershagen Kleine Stadtgeschichte

© Pustet Verlag

Ulm und Neu-Ulm sind ein Stadtgebilde, durchzogen von der Donau, vereint in einem Festungsring des 19. Jahrhunderts. Aber dieses Gebilde liegt in zwei verschiedenen Bundesländern, es besteht heute aus zwei eigenständigen Städten. Das war nicht immer so: Das Territorium der Freien Reichsstadt Ulm fiel 1802 an Bayern und wurde 1810 geteilt. Das Gebiet rechts der Donau blieb bayerisch, das links davon wurde württembergisch. Als Ulm im 19. Jahrhundert über seine mittelalterlichen Grenzen hinauswuchs, wurde auch das bayerische Ufer systematisch besiedelt: Neu-Ulm entstand als eigene Gemeinde und wurde 1869 zur Stadt erhoben, die ebenfalls ihre eigene Geschichte schrieb. Dieser Band bietet eine Zusammenschau der Geschichte der beiden Städte. Er soll dazu beitragen, die Doppelstadt, ihre Struktur, ihre Merkmale und vielleicht auch die Mentalität ihrer Bewohner zu begreifen.

Herausgeber: Stadtarchiv Ulm. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg. 197 Seiten mit 35 z. T. farbigen Abbildungen. Preis 14,95 €. Das Buch ist vom 18. März 2019 an im Buchhandel erhältlich.

Zum Autor:

Wolf-Henning Petershagen, in Ulm geboren, in Neu-Ulm aufgewachsen, ist gelernter Historiker, promovierter Kulturwissenschaftler und Journalist. 

Anmerkungen und vollständiges Literatur- und Quellenverzeichnis zur Veröffentlichung von "Wolf-Henning Petershagen: Ulm & Neu-Ulm. Kleine Stadtgeschichte" (0,25 MB, pdf)

Logo Reformationsjubiläum

Der Band enthält die Beiträge der am 18./19. Mai 2017 änlässlich des Reformationsjubiläums in Ulm veranstalteten Tagung, die sich mit der Reformationsgeschichte der Reichsstadt als einer exemplarischen und zugleich in ihrer Vielstimmigkeit herausragenden Reformation des Südwestens beschäftigte. Im Fokus steht die theologisch-frömmigkeitliche Vielstimmigkeit, die in den Jahren 1531-1548 das Geschehen kennzeichnete: Mehrere Beiträge thematisieren die diversen – lutherischen, zwinglianischen, oberdeutschen, täuferischen und spiritualistischen –  reformatorischen Strömungen. Neben dem Blick auf die Situation der Altgläubigen markieren die anschließenden Städteportraits zu Straßburg, Basel und Augsburg den kulturellen Raum, in dem die Ulmer Reformation zu verorten ist.

Die Herausgeber
Dr. Gudrun Litz ist Wissenschaftliche Angestellte am Haus der Stadtgeschichte – Stadtarchiv Ulm. Pfarrerin Dr. Susanne Schenk  versieht z. Zt. einen Dienstauftrag der Ev. Landeskirche in Württemberg zur reformationsgeschichtlichen Forschung in Ulm. Prof. Dr. Volker Leppin lehrt Kirchengeschichte an der Universtität Tübingen und ist Direktor des Instituts für Spätmittelalter und Reformation der Ev.-Theol. Fakultät.

Käuferkreise, Zielgruppen
HistorikerInnen, TheologInnen, KirchenhistorikerInnen, an südwestdeutscher Landes- und Kirchengeschichte Interessierte.

Der Tagungsband ist als Band 16 der Reihe „Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, Reihe Dokumentation" des Stadtarchivs Ulm erschienen.

Veröffentlichung Bergmann: Das Novemberpogrom in Ulm

Der Autor Ingo Bergmann verbindet in der Publikation die Wiedergabe aussagekräftiger Quellen mit einer historischen Kontextsetzung, die weit vor dem Nationalsozialismus einsetzt und bis in die Gegenwart reicht. Hintergrundinformationen werden mit Schlüsseldokumenten und Zeitzeugenaussagen präsentiert. Zahlreiche unbekannte Fotos, Akten und Erinnerungen aus internationalen Archiven wurden zusammengetragen.
Dieses Buch ist jenen Jüdinnen und Juden gewidmet, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus der Ulmer Stadtgesellschaft ausgeschlossen, verhöhnt, verfolgt und ermordet wurden. Es ist zugleich eine Einladung an alle, sich auf dem Fundament dieser Erinnerung für eine solidarische Stadtgesellschaft heute einzusetzen, in der niemand aufgrund seiner Religion oder Herkunft diskriminiert wird. Nicht zuletzt ist es selbst ein Zeugnis dafür, dass es engagierte Menschen braucht, die die Erinnerung für die Gegenwart wachhalten.

Das im Verlag Klemm + Oelschläger erschienene Buch ist im Buchhandel sowie bei den Herausgebern Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg und Haus der Stadtgeschichte/Stadtarchiv Ulm zum Preis von 16,80 € erhältlich.