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Neue Kirchenbauten

Die bauliche Ausdehnung der Stadt erforderte auch die Errichtung neuer öffentlicher und kirchlicher Bauten für die steigende Bevölkerungszahlen.
Die in bayerischer Zeit entstandene katholische Pfarrei St. Michael zu den Wengen verlor mit dem Wegzug der bayerischen Beamten den größten Teil ihrer Gemeindemitglieder. Durch den Zuzug aus dem katholischen Oberland, den Ausbau des Eisenbahn- und Postwesens, vor allem aber durch die Garnison wuchs aber der katholische Anteil der Bevölkerung wieder stark an (1861 4550 Seelen, 1900 13033). Speziell für das Militär wurden 1902-04 die St. Georgskirche und die evangelische Garnisonskirche (Pauluskirche) 1908-10 an der Frauenstraße errichtet.
1922/23 entstanden nach einem provisorischen Vorgängerbau von 1907 an der Söflinger Straße die katholische St. Elisabethkirche und an der Zinglerstraße die Martin-Luther-Kirche (1926-28), 1926 das Franziskaner-Kloster an der Haßlerstraße und 1928 die Susokirche im Norden an der Wilhelmstraße zur Entlastung der Wengenpfarrei (1944 zerstört und am Eselsberg wiederaufgebaut).
Durch Zuwanderung aus dem württembergischen Oberland, aus Bayerisch-Schwaben und Franken war die jüdische Gemeinde (1846 57 Personen) bis 1871 auf 555 Köpfe angewachsen, für die die Synagoge am Weinhof errichtet und 1873 eingeweiht wurde.