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Parteien und Verbände

Im November und Dezember 1945 wurden erstmals wieder politische Parteien zugelassen. Da während der NS-Zeit kein politischer Nachwuchs herangebildet werden konnte, wurden die Parteien von Männern gegründet, die bereits in der Weimarer Republik in der Politik tätig gewesen waren. Die Sozialdemokraten führten zunächst ihre Tradition als Arbeiterpartei fort, während die neugegründete CDU als bürgerliche Partei neben den Anhängern der früheren katholischen Zentrumspartei auch protestantische Wählerschichten ansprach. Die Liberalen traten unter ihrem alten Namen "Demokratische Volkspartei (DVP)" auf. Bereits bei der Gemeinderatswahl 1946 kandidierte als freie Wählerliste die "Freie Wählervereinigung (FWV)", die sich 1951 in "Freie Wählergemeinschaft (FWG)" umbenannte. In den Folgejahren entstanden in Ulm weitere unabhängige Kandidatenlisten wie die "Aufbaugemeinschaft der Ulmer (AdU)" und die "Überparteiliche Bürgerrechtsgemeinschaft (ÜBRG)". Außerdem bildeten sich Parteien, die für die Interessen der Vertriebenen und Flüchtlinge eintraten.